Mittwoch, Mai 31, 2006

Der Dirk...

Mein Bruder gerade zu mir über Chat:

waah!

so geil

ich mach grade Spanischzeugs

und lass' mir "Este ano yo no he podido cogerme vacaciones" mit google auf englisch übersetzen

über dem "n" sollte eigentlich so 'ne Welle sein, also "anjo", dann heißt es halt jahr

nur so kam was anderes raus: "This anus I have not been able to take vacations to me"

Montag, Mai 22, 2006

Zwischenprüfung

Habe heute die Ergebnisse sowohl meiner praktischen als auch meiner theoretischen Zwischenprüfung erfahren.
Hier erstmal nur die nackten Zahlen, meine Meinung und ein paar Gedanken dazu gibt's vielleicht bald, vielleicht auch nicht.

Here goes:

A. Praktischer Teil
Aufgabe 1:
Prüfungsgebiet Medienintegration: 88,0 / 100 (Gut)
Aufgabe 2: Prüfungsgebiet Gestaltung: 55,0 / 100 (Ausreichend)

B. Schriftlicher Teil
Aufgabe 3:
Kommunikation / Arbeits- und Sozialrecht: 76,0 / 100 (Befriedigend)
Aufgabe 4: Fachtheoretische Prüfungsgebiete: 96,3 / 100 (Sehr gut)

Sonntag, Mai 14, 2006

Gaaanz großes Kino

Dieses ewige Gejammer darüber, dass es keine guten Filme mehr gäbe.
Hier ist der Gegenbeweis.

HIER KLICKEN, JA?

Mittwoch, Mai 10, 2006

Rhein in Flammen 2006

Nee, was ist das wieder ein schönes Wetter!
So oder so ähnlich dachten wir wohl, als wir uns am Samstag leichtherzig entschlossen, zu Michelle nach Bonn zu pilgern, um uns dort erst den Wanst mit vorzüglichem Grillgut vollzuschlagen und anschließend an die Rheinwiesen zu rollen, um uns das dort angekündigte, fulminante Feuerwerk anzusehen. Am frühen Nachmittag standen also Andy, Claudia, Patrick, Rike und ich am Deutzer Bahnhof und harrten der Dinge, die da kommen mögen dem Zug.

Auf nach Bonn!

Finde die Lüge in folgendem Satz: Die Deutsche Bahn stellt ein sicheres, zuverlässiges, kostengünstiges Transportmittel dar.
Richtig, der ganze Satz ist gelogen.
Nach den obligatorischen 5-10 Minuten Verspätung, mit der unser Zug einfuhr, verschafften wir uns erst einmal unter fleißiger Zuhilfename unserer Ellenbogen Zugang zu einem Vierer-Sitzplatz, was zwar für fünf Personen plus Gepäck zwar zugegebenermaßen etwas eng, aber immerhin besser als nix war.
Vor unserem Sitzplätzen standen zwei Damen im gehobenen Alter und schauten uns die ganze Zeit böse an. Aber hey, das Leben ist kein Wunschkonzert.
Also fix die Karten rausgeholt und Arschloch gekloppt, was mit Rike auf dem Schoß zwar etwas anstrengend, aber nicht minder spaßig war. Wenigstens konnte ich so in Rikes Karten Einsicht erhalten, was Andy regelmäßig auf die Palme brachte.
Kartenspielenderweise rollte die Landschaft nach Norden.
Kaum hatten wir uns versehen, als unser Zug auch schon stand. Aber nicht in Bonn, wie wir eigentlich angenommen hatten, nein, weit gefehlt! Kurz hinter Brühl standen wir!
Und warum das? Zwischen Brühl und der nächsten Station war ein Brand ausgebrochen, und der Bahnfahrer war einfach zu feige oder hatte nicht genug Sinn für Dramatik, um einfach mit dem Zug durch zu brettern. Schade eigentlich.
Statt dessen standen wir. Ziemlich öde.
Aber erstmal abwarten und Tee trinken Karten zocken. Wir sind ja schließlich jung und können warten, etc., etc.
Nach schätzungsweise einer halben Stunde (gefühlte 3 Jahre) erklärte uns der Bahnfahrer mit sympathischer Leckt-mich-am-Arsch-Stimme, dass wir doch bitte schön unsere wunderschönen Körper aus der Bahn zu verfrachten hätten, er jedenfalls führe jetzt wieder postwendend nach Köln.
Prost!
Aber nicht verzagen, es gibt ja immer noch das Nahverkehrsnetz, wir beschlossen also zusammen mit 1.000.000 anderen Fahrgästen, die Straßenbahn dem Zug vorzuziehen. Das gab eine lustige Völkerwanderung quer durch Brühl.
Da es langsam Richtung Ladenschluss ging, entschlossen wir uns, uns noch fix mit Grillgut und Alkohol einzudecken und stürmten einen Plus.
Es gab zwar kein ordentliches Flaschenbier, aber Andy und ich schnappten uns jeweils ein Königs Pilsener aus der PET Flasche ("jetzt neu! Mit Brecharoma!") und entschlossen uns ausserdem, ein feines 5l-Fass Bitburger zu schultern, unter der Prämisse, dass ich der Idiot bin, der das Ding spazieren trägt.
Ok, einverstanden.
Um ehrlich zu sein, ich hab mich selbst ziemlich gnadenlos abgefeiert, wie ich mit unserem Alkoholproviant auf dem breiten Kreutz durch die Stadt lief.
Wir fingen uns mehr als einen Kommentar dazu ein, manche von der Art "Hehe, was für Idioten", die meisten aber von der Art "Hey, cool, was für Idioten mit einem Fass Bier!".
Als wir dann endlich an der Haltestelle angekommen waren, teilte uns die Lautsprecherstimme mit, dass der Brand erfolgreich bekämpft und in seine Schranken verwiesen wurde. Wir hätten also auch mit dem nächsten Zug weiterfahren können.
Prost!
Danach setzten wir uns in die Straßenbahn, Karten, Spaß, blabla, etc.

Bei Michelle

Michelle, wie immer gut gelaunt und bis über beide Ohren lächelnd, und ihr Freund mit dem feinen Spitznamen Link, welcher abfeiernswerte Tätowierungen sein eigen nennt, begrüßten uns, mehr (Michelle) oder weniger (Link) wortreich.
Zahlreiche Zutaten standen auf dem Tisch aufgereiht, unsere Gastgeberin war gerade mitten in den Zubereitungen für ein opulentes chinesisches Mittagsmahl, und zusammen mit den mannigfaltigen Minutensteaks in unseren Rucksäcken rechneten wir uns gefüllte Bäuche aus.
Michelle drückte jedem von uns fix ein leckeres, eiskaltes Gilden Kölschin die Hand, welches wir natürlich dankend uppmachten.
Dann ging's auch schon zur Bahn, den Büth einkassieren!
Voll versammelt saßen wir also in der für uns *nachzähl* 8 Personen (glaub ich) etwas kleinen Küche, und schlemmten.
Noch einmal Kompliment an Michelle! Vorzüglich!
Auf halbem Wege durch die chinesischen Nudeln wollten wir unser Faß aufmachen. Wer die 5l-Fässchen nicht kennt: Da ist vorne ein kleiner Hahn, den man rausdreht und dann auf ein Knöppken drückt, auf dass das Bier gar munter fließe.
Gedacht, getan, erstmal Glas drunter und kräftig auf den Kopf gerotzt.
PATSCH!
Das Fass musste durch unsere etwas unprofessionelle Transportvariante anscheinend ein unglaubliches Übermaß an Druck aufgebaut haben, soviel war uns ja im Voraus klar, aber dass das Zeug so DERART unter Druck steht, damit hatten wir nicht gerechnet.
Ich glaub, jeder von uns hat ein wenig von dem Schaum abbekommen, welcher seine neugewonnene Freiheit sichtlich genoss.
Unbeschreibliche Schweinerei.
Auch der zweite Versuch scheiterte kläglich, und auch danach, nachdem das schlimmste vorbei war, zapften wir noch ein gutes Dutzend Gläser Schaum, bis endlich etwas kam, was zwar nach Bier aussah, aber nach Kloake schmeckte.
Naja, runter damit.
Und schon war die Zeit gekommen, aufzubrechen, ich schulterte meinen neugewonnen Freund namens Bit, und auf ging's.

Die Rheinauen...

...waren natürlich erwartungsgemäß ziemlich voll, aber nichtsdestoweniger gelang es uns nach einigem Gesuche, ein feines Plätzchen auszumachen, an dem man gar formidabel sitzen konnte.
Feine Sache, dass.
Während des Feuerwerk am Himmel tobte, welches übrigens wirklich sehr schön, wenn auch etwas kurz, gewesen war, zogen Link und Michelle ihrer Wege, während wir Gummibärchen schlemmten und ich mich damit beschäftigte, doch noch etwas Bier aus dem Fass zu kitzeln.
Nach dem Feuerwerk, wie gesagt, sehr schön, nur etwas kurz, wollten wir uns noch etwas an einen Hang setzen, um den Großteil unseres Volkes erst einmal ziehen zu lassen. Wir stolperten also diesen einen besagten Hang herunter, auf dem ein Individuum stand und mitten in die Luft den Hang runterpisste.
So geschmackvoll, das!
Wir kampierten also unten auf der Decke, was Rike natürlich direkt zum Anlass nahm, in Halbschlaf zu verfallen, während ich mich wieder ans Bierzapfen machte.
Meine glorreiche Idee war sogleich, erstmal den ganzen Druck abzulassen, weswegen ich das Fass also vor meinen Bauch hielt, den Hahn von mir weg zeigen ließ, die Windrichtung prüfte und dann kräftig draufdrückte.
Und schon nach einer halben Sekunde abbrechen musste, weil ich zu sehr damit beschäftigt war, mich nicht vor Lachen zu bepissen.
Das Produkt meiner Aktion war ein breit gefächerter, intensiver Sprühregen aus Bier, der sich im Wind verteilt und Patrick dazu veranlasste, zu jammern, er habe etwas abbekommen.
Viel. Zu. Geil.
Ich kann überhaupt nicht beschreiben, wie super das war.
Inzwischen hatte sich ein paar Meter von uns entfernt ein Pärchen nieder gelassen (übrigens verdächtig nah an der Stelle des Hangpissers), welches anscheinend so intensiv damit beschäftigt war, sich gegenseitig die Zunge in den Magen zu stecken zu küssen, dass sie überhaupt nicht bemerkten, dass sich inzwischen eine ansehnliche Zuschauerschaft um sie herum gesammelt hatte.
Auch wir richteten unsere Decke nach den beiden aus und genossen das Freiluftpornokino.
Wir hatten inzwischen die Idee, die kleine Abdeckung oben am Fass zu öffnen, die normalerweise dazu dient, *mehr* Druck aufzubauen, wenn das Fass so gut wie leer ist. Wir versprachen uns davon, dass der Druck aus dem Fass entfleucht, oder, falls das nicht funktioniert, wenigstens eine erfreuliche Bierfontäne.
Also bauten wir uns in respektvollem Abstand auf und brachen vorsichtig das Siegel.
Doch dann, mit unmittelbar und plötzlich über uns hereinbrechender Intensität, passierte...gar nichts.
Ein leichtes Zischen, das war dann auch alles.
Aber: Wir bekamen Bier aus dem Fass!
Überflüssig zu erwähnen, dass es inwzischen schal, warm und eklig war.
Überflüssig zu erwähnen, dass wir es trotzdem in uns hineininstallierten, als gäbe es kein morgen.
Hut ab vor unserem Niveau!
A propros Niveau: Bevor der männliche Part unseres Freiluft-Ensembles dazu kam, seine Hand unter dem T-Shirt seiner auserwählten zu platzieren, brachen die beiden ihre Aktion ab und verließen den Ort des Verbrechens.
Unter Applaus nicht nur von uns, sondern vom gesamten Hang.
Nun ja, und da Claudia und Michelle langsam zum Aufbrechen drängten, schulterte ich wieder unser Fass, Rike schlang sich die Decke um wie einen Rock und wir zogen unserer Wege.
Im Falle der Rheinkultur heißt das: Arsch-anstrengend.
Da wegen Überfüllung natürlich nicht an öfentlichen Nahverkehr zu denken war, liefen wir.
Ich will euch jetzt die Beschreibung ersparen, einerseits, weil ich in diesem Blog schon genug rumheule, zweitens, da ich dabei auf diverse Blasen eingehen müsste, die wir uns gelaufen haben, und c) weil es trotz allem echt prima war in Bonn.

In diesem Sinne: Prost der Rheinkultur!

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