Mittwoch, August 31, 2005

Schnürkorsetts & Wasserfallbrüste

Für den wahrscheinlichen Fall, dass ich den Begriff Wasserfallbrüste in Zukunft verwende, möchte ich ihn hier kurz ausleuchten, damit auch alle Leute, die mich kennen und diese Seite frequentieren, den gleichen Wissensstand haben.
Wenn Frauen ein Korsett tragen, halten das die meisten Menschen für eine zu befürwortende Angelegenheit: Da man die Dinger prima eng schnüren kann, wird die Taille in Richtung weibliche Rundung betont, und da die Brüste ebenfalls eingeengt werden, sehen sie auf diese Art und Weise größer und fester aus. Wie gesagt, generell nichts schlechtes, wenn man denn über das nötige Kontingent an Oberweite verfügt.
Andererseits gibt es auch die Damen der Schöpfung, welche, sagen wir, Brusttechnisch Herausgefordert© (nur echt mit der politisch Korrekten Großbuchstabenschreibweise!) sind.
Wenn nämlich besagtes Holz vor der Hütte von dem durch die Filmindustrie vorgeschriebenem Schönheitsideal dahin divergiert, dass sie sowohl klein als auch ein wenig schlaff sind, entstehen sog. Wasserfallbrüste.
Sie fallen quasi senkrecht nach unten, werden aber vom dort bereitliegenden Korsett gebremst, und stauen sich zu einem kleinen See aus Brustfleisch (erklärende Skizze folgt).
Das ist in höchstem Maße unästhetisch und schreckt viele ab, weswegen Trägerinnen von Wasserfallbrüsten meistens ein Leben als melancholische Außenseiter führen.
Schade darum, sage ich, das ist nicht nötig. Schnürkorsetts nur für die, die es sich leisten können.

Freitag, August 26, 2005

Der Stern mal wieder


Links abgebildet finden wir den aktuellen Titel des Sterns (falls man es nicht lesen kann: "Glotze aus - Warum das Fernsehen so langweilig geworden ist). Das finde ich ein gutes Titelthema. Ich werde gleich mal in der DEM STERN JEDE WOCHE BEILIEGENDEN FERNSEHZEITUNG nachsehen, ob vielleicht die Sendung STERN TV noch einen Bericht drüber bringt.
Konsequent, konsequent, meine Herren!

Freitag, August 12, 2005

Kleine Preise goes Christentum

Wenn man mit offenen Augen durch Köln wackelt, sticht einem im Moment recht bald ein furchtbar hässliches Plakat in die Augen. Der Plus-Supermarkt, welcher uns natürlich durch das leckere Schloß-Pils aus PET-Flaschen nicht komplett fremd ist, hat anscheinend ein paar zugekokste Fachidioten bestellt, welche anschließend diesen Frevel an allem, was schön ist, fabrizierten.
Auf diesem Plakat (ich versuche mal, ein Foto aufzutreiben) stellt sich der Supermarkt mit dem ja schließlich in Kürze stattfindenden Weltjugendtag in Verbindung (natürlich nicht ohne das übliche Oh- Willkommen- in- Köln- Fremder- Mensch- Du- Bist- Schon- Immer- Ein- Teil- Der- Großen- Kölner- Gemeinde- Gewesen- Geseie), und wir als Christentums-Laien fragen uns da doch ziemlich zurecht, was denn bitteschön der Plus-Markt mit dem Weltjugendtag zu schaffen hat.
Antwort: Goa nüschtsch.
Ich mag mich ja irren, aber wenn ich meiner Erinnerung Glauben schenken darf, war der Plus in der Vergangenheit ungefähr so christlich wie eine Schwarze Messe Mit Anschließender Jungfrauenvergewaltigung™.
Zugegeben, ursprünglich ging ich davon aus, dass besagter Markt versucht, sich mit den zig-tausend Jugendlichen zu solidarisieren, welche dann ihren Pilger-Proviant doch bitteschön bei ihnen zu erwerben hätten. Das wäre natürlich ein prima Schuß ins Knie gewesen, denn schließlich steht die Hirnwasch-Botschaft ja nur auf Deutsch druff, wa?
Lukas wies mich allerdings daraufhin darauf hin, zurecht, wie ich finde, dass das Ganze wohl eher als eine Art Image-Politur geplant war. Denn wofür spendet man denn für wohltätige Zwecke? Damit die Leute sagen: "Aha! Der spendet für wohltätige Zwecke!" und sich anschließend leckeres Schloß kaufen. Jedenfalls denke ich mal, dass der beliebte Supermarkt gespendet hat, denn sonst würden sie wohl einen auffe Umme kriegen, wegen dem Heiopei mit dem Logo, gelle?
Stellt sich trotz allem weiterhin die Frage, was denn ein Supermarkt mit dem Weltjugendtag zu tun hat. Zwar drängen sich Kerzen mit dem WJT-Logo, T-Shirts mit dem Gesicht des Papst und dergleichen mehr schon fast gewaltsam in das Zentrum der Aufmerksamkeit, doch der Plus kann sowas nicht Teil des Sortiments nennen (ich hab's nachgeprüft...). Auch die zum Augen-Rausreißen-Und-Darauf-Herumzustampfen schöne Homepage leider keine Informationen preis, sondern zeigt nur die bekannten kleinen Preise, welche ich nebenbei bemerkt gerne mal blutend in der Gosse liegen sähe.
Also hat der Schloß-Pils-Vertreiber wahrscheinlich nur gelöhnt, um das Logo des WJT neben seinem präsentieren zu dürfen.
Gäääähn! Scheiß-Langweilig, ey!
Dabei hätten sich so viele dufte Ideen quasi von selbst ausgedacht! Man denke an die Möglichkeiten, die sich einem Supermarkt bieten, um solch ein christliches Großevent zu sponsern!
Beispielsweise hätten die Hostien durch die leckeren Brödli vom Plus ersetzt werden können. Oder man könnte statt Schloß Weihwasser im PET-Sixpack verkaufen. Oder umgekehrt die Geistlichen mit Schloß-Pils segnend beglücken! Und auch die Klopapierrollen mit eingestanztem Ratzinger-Face sollten bald in jedes Badezimmer gehören.
Also, mal ehrlich, wenn mir als Plus-Marketing-Anfänger schon so tolle Ideen angerauscht kommen, dann hätten die Experten der Werbeabteilung sich doch auch ein wenig mehr ins Zeug legen können, oder?