Dienstag, Juli 26, 2005

Photoshop macht tot.

Von hier nach da.

Freitag, Juli 22, 2005

Radiomoderation


Der Nachrichtensprecher von Radio Big FM gerade:

"Nach Meinung der Experten hat die sogenannte Sommerflaute in Deutschlands Arbeitsmarkt eingesext...eingesetzt."

Donnerstag, Juli 21, 2005

Bush sagt...

Montag, Juli 18, 2005

Cyborg-Name-Generator


Gerade gefunden auf http://www.cyborgname.com/.
Schreibt mir, wie ihr heisst!

Freitag, Juli 15, 2005

Tschuldigung, Bier...

Es gibt Leute, die trinken gerne Bier.
Und es gibt Leute, die trinken nicht gerne Bier, sondern lieber warmen Wein. So wie Rikes Mutter.
Aber wenigsten hat sie Verständnis dafür, dass es Leute gibt, die sich das Gebräu gerne literweise in den Hals tun. Beispielsweise Guido, Lukas und ich.
Und weil sie es so gut mit uns meinte, stellte sie uns an Rikes achtzehnten Geburtstag ein 20-L-Fass hin. Das ist ja eigentlich eine prima Angelegenheit, weil viel Bier ist immer gut, allerdings schienen alle Leute, die sonst noch lauthals rausposaunt haben, wieviel Bier sie trinken wollen, beschlossen zu haben, dass sie doch lieber nur ihre Lippen mit der leckeren Flüssigkeit benetzen wollen und ließen ihre Gläser halbvoll stehen.
Wir drei taten natürlich unser möglichstes dafür, dass der kostbare Saft nicht übrig bleibt, aber auch unserer Nüchternheit sind Grenzen gesetzt. Sagen wir mal so: Als wir stockbesoffen ins Bett gefallen sind, war noch soviel über, dass wir locker am nächsten Morgen noch unseren Kater hätten betäuben können. Hamma aba net.

Als wir uns dann ans Aufräumen begaben, fragte Rikes Mutter, ob man das Fass denn nicht in den Keller tragen könne. Ich persönlich hätte sie ja machen lassen, aber Guido wandte ein, man solle das Bier lieber nicht mehr bewegen. Vernünftig, wenn ihr mich fragt, für mich war die Sache damit gegessen. Aber ich hatte nicht mit ihrem durchschlagenden Erfindergeist gerechnet: "Kann man das denn nicht in Flaschen füllen?" fragte sie fröhlich und wedelte mit einer 1,5-L-Gerolsteiner-Flasche.
Ich kapitulierte. "Schmeckt zwar wahrscheinlich komisch", kommentierte ich und kämpfte den Würgereiz runter. "Aber geh'n tut's."
Sie nahm dann am Ende wenigstens Glasflaschen, aber man hätte sie trotzdem in Gewahrsam nehmen sollen, fand ich. Ich besiegte das moralische Dilemma, ob ich was dagegen einwenden soll oder nicht damit, dass ich einfach ging.

Damit wäre das Thema abgehakt, dachte ich. Pustekuchen.

Gestern war ich nochmal bei der trauten Familie zum Grillen eingeladen. Grillen find ich gut, denn durch Grillen entsteht Essen. Leider machte ich den Fehler, mich nach Bier zu erkundigen, doch Rike teilte mir mit, Bier sei alle. Machse nix. Noch nichmal up.
Ich kaute also gerade lustvoll auf meiner Wurst (nicht die Wurst...), als ich Flaschenklimpern hörte.
Die Frau Mama hatte tatsächlich eine Flasche noch nicht ausgeschüttet. Sie stellte die Gerolsteinerflasche mit dem schalen Bier auf den Tisch und meinte quietschvergnügt: "Ich glaub, das ist unten ein wenig gefroren, aber schmeckt bestimmt noch!"

Ich biss erneut in mein Essen und fragte mich, ob ich laut losprusten soll, weil das ja vielleicht ein geschmackloser Scherz ist, ob ich stattdessen lieber über den Gartentisch kotzen sollte, oder vielleicht doch durchdrehe und mit Ketschup um mich spritze. Ich beschloss, einfach weiterzuessen und die Flasche zu ignorieren.

Aber innerlich, sag ich euch, innerlich habe ich wegen dieser Biervergewaltigung bittere Tränen vergossen.

Traurig.
_Brause

Mittwoch, Juli 13, 2005

Gute Ideen, Teil 2


Nachdem uns bei Domian eindrücklich demonstriert wurde, wie klug es ist, sich eine Rose in den Penis zu stopfen, hier Teil 2 unserer spaßigen Serie

Dinge, Die Man Sich Unbedingt In Die Harnröhre Einführen Sollte

Wer's anfangs nicht peilt, so wie ich: Mal die "Gebrauchsanweisung" oben auf der Packung lesen...

Montag, Juli 11, 2005

Mortal Kombat: Deception

Manchmal verstehe ich einfach nicht, welche hirnentleerten Vollspacken bei Saturn an der Information sitzen. Man sollte doch eigentlich meinen, dass man über ein gewissen Maß an Wissen über PC- und Konsolenspielen verfügen sollte, um den Job hinter der Theke überhaupt zu kriegen, oder?
Scheinbar allerdings hat man irgendeinen obdachlosen Penner in ein blaues Polo-Shirt gesteckt, ihn fünfzig Mal hintereinander den Satz "Geiz ist Geil" an die Tafel schreiben lassen, um sicherzustellen, dass er die Firmenphilosophie verstanden hat, um ihm anschließend zwei Flaschen Bier als Lohn zu schenken und ihn in die Filiale zu postieren, wo er dann ahnungslosen Kunden wie mir auflauern kann.
Nachdem ich geschlagene zehn Minuten in der Schlange gestanden hatte, in der ja immerhin zwei Leute vor mir standen (kein Scheiß!) war ich tatsächlich an der Reihe. Das Männlein starrte mich mit treuherzigen Augen bettelnd an und fragte langsam und gedehnt, ein wenig so, als müsste er sich dabei konzentrieren:

"Jaaaaaaa?"
Ich: "Hi. Ich bin auf der Suche nach dem neuen *Mortal Kombat* (<- extra langsam ausgesprochen) für die XBOX. Habe das dort hinten für die Playstation stehen sehen und wollte mal nachfragen."
Er: "Mortal Kombat?"
Ich: "Mortal Kombat."
Er tippt in die Suchmaske seines kleinen Computerchen ein: "Mortel Mombat."
Und das ist verdammt noch mal nicht gelogen. Mortel Mombat.
Er: "Tut mir leid, da kann ich nüx finden."
Ich: "WTF? MORTAL KOMBAT! Das schreibt man mit A."
Er tippt ein: "Mortal Mombat."
Ich: "Und mit K."
Er: "?"
Ich: "Mit K."
Er: "??"
Ich: "Der erste Buchstabe des zweiten Wortes ist ein K. Kah. Kaaaaaaah."
Er, tippt: "Kortal Mombat."
Ungelogen. Das hat sich wirklich so zugetragen.
Ich: "Neineineinein. M-o-r-t-a-l K-o-m-b-a-t."
Er: "Ach ja, stimmt."
M-hm, sicher. Als ob er das auch nur jemals zuvor in seinem Leben gehört hätte.

Naja, stellte sich raus, dass Saturn das Kleinod tatsächlich nicht für die Ickse vorrätig hatte, also bin ich rüber zur Konkurrenz und hab da 30 Oi auf den Tisch gelegt.

Und jedesmal, wenn ich jetzt zocke und einen Fatality hinbekomme, stelle ich mir vor, ER wäre an der Stelle meines Gegners.
Nie wieder werde ich im Saturn nach irgendetwas fragen.

Montag, Juli 04, 2005

Büth's Schattenseite

Thomas B. aus K. führt ein ganz normales Leben. Denken zumindest die meisten seiner Freunde und Bekannten. Denn das gewohnt maskuline Auftreten des 21-jährigen ist, wie jüngste Fotos beweisen, nichts als flache Fassade.
In Wirklichkeit ist Thomas B. aus K. nämlich eine Frau!
Nachdem sie in ihrer Geburtsstadt wegen Telefonsexwerbung diskriminiert wurde, tauchte sie in Köln unter und verkleidete sich dort als Mann und konnte sich darüber hinaus auch dazu hinreissen lassen, männliche Angewohnheiten wie beispielsweise Biertrinken und Schwitzen angewöhnen. Niemand aus seinem/ihrem Bekanntenkreis ahnte auch nur das geringste.

Viele seiner engsten Freunde waren zurecht schokiert, als die Redaktion die unten beigefügten Beweise vorlegte.

"Das hätte ich wirklich niemals von Thomas gedacht", empörte sich beispielsweise Patrick F. aus K. "Wenn ich das meiner heißen, 16-jährigen Freundin erzähle, tickt die aus vor Wut! Wie kann er nur so unverschämt sein und uns dermassen hinters Licht führen."

"Och jo, halb so wild", antwortete uns Becci aus K. Ahnte sie etwas?

"Ich würde ihr zwei Euro geben, um die Hose auszuziehen", meinte Lukas W. aus K.

"Eine geschnittene Salatgurke und fünf Pfund Rinderhack", kommentierte Andreas R. aus K. das Geschehen.

Thomas B., eine zerstörte Lebensgeschichte voller Leid und Schmerzen nach einer fürchterlichen Vergangenheit. Hier zum Beweis noch einmal der direkte Vergleich.

Thomas B. in seiner Verkleidung, wie ihn seine/ihre Freunde und Bekannten sahen.

Thomas B. in einer ihrer verruchten Telefonsex-Werbespots.

Die ahojohnebrause-Redaktion ist froh, diesen sittenanstößigen Fall ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt zu haben, bevor diese perversen Neigungen noch mehr Freundschaften zerstören konnte.

Die Brause in Schlips und Krawatte

Was macht man gemeinhin an einem Samstagabend?
Entweder überhaupt nix, oder man trinkt sich ordentlich die Leber in'n Arsch, oder man hängt gemütlich mit ein, zwei Bierchen bei ein, zwei Freundchen und schaut sich ein, zwei Filmchen an.
Und was macht der Jörn an diesem fatalen Samstagabend?
Er geht seinen sozialen Verpflichtungen nach und folgt der Freundin zum Abi-Abschlußball der Schwester. Denkt der Jörn wenigstens. Aber dazu später mehr.

Jedenfalls steht die Brause um sechs Uhr abends vor dem Spiegel und müht sich ab wie ein Irrer, den beschissenen obersten Knopf von dem dreckigen Scheißhemd zuzuknöpfen. Voll super, die Dinger. Wer immer sich Hemden ausgedacht hat, muss wohl enorm auf Atemnot abgehen. Besonders viel Spaß hat aber zuletzt dann doch das Sakko gemacht, bei geschmeidigen 28°C vor der Tür ist das auch absolut nötig, um sich nicht was empfindliches abzufrieren.
Nachdem ich mir also brav die Haare gekämmt hatte, ging's ab nach draussen und dann auch schon ins Fegefeuer, welches sich perfide als Strassenbahn verkleidet hatte. Die Menge an Flüssigkeit, die ich alleine schon in der Bahn verloren habe, hätte ausgereicht, um ein kleines Land mit Trinkwasser zu versorgen. Es gibt nichts, was einen schmaleren Fuß macht, als das Gefühl, die Schweißperlen am Rücken runterlaufen zu spüren. Absolut super. Argh. Gnah.

Verabredet waren wir um 18.30 am Heumart. DACHTE ICH!
War nämlich Arschlecken mit halb sieben. Nachdem ich um viertel vor dann bei meinem Mädel zu hause angerufen hatte, eröffnete sie mir, dass ich mich verhöhrt hatte, wir trafen uns um halb ACHT. Die Erkenntnis, dass ich in diesem Glutofen noch eine Stunde länger ausharren durfte, bevor ich auf die relative Kühle des Schiffs hoffen konnte, verleitete mich erstmal dazu, aus Frust das neue SoaD-Album zu kaufen. Konnte ich mir auch prima anhören, so ohne CD-Player. Den Rest der Stunde verbrachte ich folgerichtig damit, Klischees gegenüber Krawattenträgern zu unterstützen, indem ich zu jedem, den ich auf der Strasse traf, prophylaktisch unfreundlich war und ihn mit unfreundlichen Blicken durchbohrte. Hat auch irgendwie Spaß gemacht.

Nachdem Rike mich dann endlich, endlich, endlich vom Heumarkt wegholte, trudelte auch schon bald danach die Family from Hell© ein und laberte das gewohnte Blech. Ich schaltete auf Durchzug und betrachtete lieber das Schiff. Sieht ja ganz glanzvoll aus, dachte ich so bei mir. Ach, unsere Fahrt wird im Schiff daneben vonstatten gehen, dem besseren Krabbenkutter, dachte ich kurz darauf so bei mir.
Aber das konnte mir die Laune auch nicht so übel verderben wie das Familienfoto, was daraufhin geschossen wurde, wo wir ja alle "so schöne Klamotten" (sic!) anhatten. Da durfte ich als assimiliertes Familienmitglied natürlich auch nicht fehlen. Wo ich ja auch so gerne im Anzug fotografiert werde. Voll super.

Dann rauf auf's Schiff und gleich noch ein Foto schießen lassen, dieses Mal von einem "professionellem" Fotografen, der mit seinem 5,80m hohen Blitzlicht sicherlich nix kompensieren musste...Dieses wunderschöne (harrharr) Foto wurde später vom Onkel erworben und an Rikes Mutter weiterverschenkt, wo es jetzt auf dem Wohnzimmertisch steht und bei mir jedes Mal den Drang auslöst, Blut darüber zu kotzen.
Der Platz, den Rike und ich zugewiesen bekamen, war an einem Tisch, den wir uns mit zwei pubertierenden Mädchen teilten, welche uns freundlich grüssten und daraufhin von mir erstmal böse angeguckt wurden. Nur mal so, man weiss ja nie.
Danach vertrieb ich mir die Zeit damit, aus dem Fenster (oder wie sowas beim Schiff heisst) auf die Wellen zu schauen und ein ungutes Gefühl zu bekommen. Jeder, der mich kennt, weiss, wie gut ich schwimmen kann. Nämlich überhaupt gar nicht.

Kurz darauf dämmert mir die Erkenntnis des Grauens: Wir sind überhaupt nicht auf dem Abi-Abschlußball, sondern auf dem Abschlußball der Tanzschule der Schwester, welche zufällig auf den selben Tag fiel. Und das hieß: Kein Gratisbuffet. Noch einmal: Kein Gratisbuffet. In Worten: Kein Gratisbuffet. Gut, dass ich in Vorfreude auf die üppige Mahlzeit vorher extra wenig gegessen hatte. Mein Magen dankte mir diese Voraussicht mit einem enthusiastischen Knurren.
Ausser nix zu Essen gab es an diesem Abend jede Menge Schweiß, zwei (wow, zwei!) Gläser Kölsch, ein paar öde Tanzaufführungen, ein paar missglückte Tanzschritte meinerseits (ich hab, glaub ich, so ziemlich ALLES wieder verlernt), jede Menge prima Discofox, einen kleinen Streit mit Rike, eine Tanzaufforderung seitens ihrer Mutter, ausnahmsweise keine Fragen zur Verhütung von ihrem stets enervierend gut gelaunten Opa und Karnevalsmusik auf dem Oberdeck. Voll tanzbar und so, brech.

Als wir dann endlich gehen durften, war ich übelst müde und komplett ausgehungert. Aber das macht ja nix, schließlich fuhren wir ja zu Rike, wo ihre Mutter noch einen kleinen Mitternachtsimbiss vorbereitete. Ich freute mich auf irgendwas ordentliches zu Essen, Nudeln oder was-weiß-ich, und ich bekam: Trockenes Brot, Fetakäse und Oliven. Brot und Oliven. Die beste Mahlzeit, die sich jemand vorstellen kann, der aufgrund von Hunger dem Tod näher ist als dem Leben. Ich schätze, ich habe wohl so an die 10.000 Oliven in mich reingefressen, aber satt war ich deshalb noch lange nicht.

Und so ging dieser erfolgreiche Tag für mich doch tatsächlich ohne einen Lichtblick zu Ende. Hat sich wieder mal gelohnt. Ein Samstagabend, den ich nie wiedersehe; aber wenigstens einer mit Rike.