Montag, Juni 20, 2005

Condom goes multilingual

Da der liebe Thomas mir ein Kondom zum Geburtstag geschenkt hat, fiel mir gerade beim Aufräumen die Gebrauchsanweisung selbigens in die Hände. Dort steht eine kleine Beschreibung, was denn bitte schön beim Sex damit anzustellen sei.
Sehr praktisch, wenn man es denn schon eigenständig geschafft hat, die Partnerin und sich selbst der Kleidung zu entledigen, kann man dann flugs im mitgeliefertem Heftchen nachschlagen (Schriftgröße Schätzungsweise 5pt, was sich gerade bei Kerzenlicht besonders gut lesen lassen wird!), was denn als nächstes zu tun ist.

after rising to the occasion
condoms should be pulled over the erect penis before every sexual contact in order to protect from sexually transmitted infections and pregnancies. carefully remove the condom from the protective foil avoiding any damage by sharp fingernails or jewellery. hold the teat-end of the condom gently between your thumb and index-finger to avoid any air being trapped inside, which might contribute to the condom breaking. pull the foreskin of penis back. put the condom over the glans with the ring turned outwards and fully unroll over the erect penis.


Wenn man nun des Englischen nicht mächtig ist, empfiehlt es sich uneingeschränkt, das ganze durch die Google-Übersetzung zu jagen. Google empfiehlt:

nachdem sie zur Gelegenheit gestiegen sind, sollten die condoms gezogener Over sein der aufgerichtete Penis, bevor jeder sexuelle Kontakt, zwecks sich vor sexuell übertragener Infektion zu schützen und Schwangerschaften sorgfältig das condom von der schützenden Folie entfernen, die jede mögliche Beschädigung durch scharfe Fingernägel vermeidet, oder Schmucksacheeinfluß das Brustwarze-Ende des condom leicht zwischen Ihren Daumen und der Index-Finger zum Vermeiden irgendeiner Luft, die nach innen eingeschlossen wurde, die zum brechenden Zug des condom das foreskin der Penisrückseite beitragen konnte, das condom über den glans mit dem Ring setzten, der außerhalb gedreht wurde und völlig Over der aufgerichtete Penis entrollen.


Wusst ich noch gar nicht!
Aber gut, dann werde ich wohl das Brustwarze-Ende zwischen die Finger nehmen, um Schmucksacheeinfluß zu vermeiden. Hilfreich!

Was aber, wenn ich das gar nicht gebrauchen kann, weil ich, sagen wir Französisch spreche? Nachdem ich mir den ganzen Plumperquatsch auf Französisch habe ausgeben lassen, stelle ich erbost fest, dass ich kein Stück lesen kann und übersetze es, über den Umweg von Portugiesisch (hey, halt verklickt!) über Englisch wieder nach Deutsch.
Jetzt teilt uns Google mit:

* später diese zurgelegenheit für aument, für t-condoms für Extrakosten an für retific Penis, vor jedem sexuellen Kontakt, wenn bevor vorsichtige Infektion des sexuellen transfir für protej und Schwangerschaft die condom für protejblatt für elimin, die jedes möglich für danific spitzen i-Nagel für evit oder einfaches Einflußmultcondom zwischen seinem Zählimpuls und Fingerapont für evit eine Luft, die Inneninclude/understand stoppt, das für quebrzugcondom das das contribu foreskinPenisrueckseite zum In der LageSEIN, das condom das glans eins mit Ringplatz, der stoppt, das Außen gir und kompletter Überfluß für retific Penis entrollen.


*Jetzt* weiss ich bescheid.
Mir gefällt besonders der Teil mit "foreskinPenisrueckseite zum In der LageSEIN" und "eins mit Ringplatz".

Ringplatz!
_Brause.

SAM ist dein neuer Freund

Mircosoft XP hat, aus welchen Gründen auch immer, eine Sprachausgabe installiert, die Leuten, welche zu faul zum Lesen sind, in völlig unverständlichem Halbenglisch eingetippte Sätze vorlesen kann.
Spaß kann man damit haben, indem man Fantasiewörter eingibt, die, englisch ausgesprochen, nach Deutsch klingen.
So wird dann zum Beispiel "peh-niss" zu Penis.
Wenn man dann noch einen langweiligen Abend hinzuaddiert, kriegt man das hier:

hullo chef, see sinnt r-in doomr suck. lakkn see meesh owned shterbn see doorsh r-in-n hertz-inforked. eesh glou-pe neesht r-in wohrt forn eeruh shys liuggn. eesh stell-uah meer den gahntsn tuck fore, een eerah shoebloodah tsoo ckottsn, ewned een eerah frassah tsoo shluggn. er peh-niss eest so kline, duh-ce air neesht r-in-mahl oonta dehm meekrouh-skohhp tsoo air-bleeck-n eest, see b-leu-duh shwohhnts-lootsha. whenn eesh see trah-ffuh, mershte eesh ckottsn ewned eer-en ahrsh so hard tradten, duh-ce see neesht mair gruh-de-aus cookn k-oenn-en. mine-a fraissuh!

Gebt das doch mal spaßeshalber in SAM ein (wahrscheinlich stückweise, alles auf einmal wird zu lang sein)und lasst es euch vorlesen. Der Erste, der mir das ganze in verständlichem Deutsch zukommen lässt, gewinnt, äh...'nen Preis.

(Übrigens: Systemsteuerung->Sprach Ein- und Ausgabe...)

Mittwoch, Juni 15, 2005

Tag.

Der Sloganizer

Für die, die ihn noch nicht kennen.










Super Angelegenheit.
Unter www.sloganizer.net zu erreichen.

Du, das is'n ganz böser, böser, böser Bengel...

Es gib nicht viele Leute, die mein Zimmer von innen kennen. Ich lasse nicht gerne Leute da hinein. Möge daraus psychologische Rückschlüsse ziehen, wer will, aber es ist eben so. Wenn ich die Leute, die ich hereingelassen habe, nicht an einer Hand abzählen kann, dann sicherlich an zweien.
Selbst meine Mutter kommt nicht oft durch die Tür.
Gestern allerdings schon.
Was sie überhaupt von mir wollte, weiss ich nicht so genau, jedenfalls hatte ich Musik laufen, und sie kommentiert das aus den Lautsprechern schallende mit:
"Das klingt ja fast wie...Metall." (Zwei L!)
"Ist ja auch Metal", erwidere ich.
"Wusste gar nicht, dass du das magst."
"Hör ich aber schon was länger. Wann warst du denn das letzte Mal hier oben?"
"Ja, komme ja nicht oft rein."
"Stimmt."
"Na ja, schau mir nur, dass du mir nicht auf die schiefe Bahn gerätst!" (sic!)
"???????"
"Weiss ja nicht, nicht, dass ich nachher so einen da sitzen hab und weiss nichts davon."

...
....
.....
"So einen da sitzen hab."
Pfff.
Wenn ich das den 13 zur Opferung durch 66 Messerstiche bestimmten Jungfrauen erzähle, glauben die mir sicherlich kein Wort.

Dienstag, Juni 14, 2005

Terroristischer Mobilfunk

Das T9-Wörterbuch meines Handys kennt "saufen" nicht, bustabiert "Massenvernichtungswaffen" allerdings fehlerfrei.
Hm.

Donnerstag, Juni 09, 2005

Von der Frage nach dem Anspruch

"Jörn, jetzt kommt mal 'ne Aufgabe wie aus der Berufsschule!"
Mein Chef lehnt sich auf meinen Tisch und grinst breit. Tapfer unterdrücke ich den Drang, mit einem Backstein in sein Lächeln zu schlagen und blecke stattdessen meinerseits artig die Zähne.
Er übergibt mir die Aufgabe, eine Anzeige für einen Kunden zu gestalten. Zwar hatte meine Kollegin schon was vorbereitet, dass sei dem Kunden allerdings nicht "plakativ" genug.
Jetzt muss dazu gesagt werden, dass in meinen Augen "schön" und "plakativ" zwei Begriffe sind, die durch und durch antonym sind.
"Schön" bedeutet mit viel Hingabe nach reichlicher Überlegung gestaltet, mit viel freier Fläche, um die Botschaft auch in das Bewusstsein des Lesers übermitteln zu können. "Plakativ" bedeutet armselig hingerotzt, mit mehr Text, als auf das dreifache des Formats gehören würde.
Aber ich werde ja nicht für's Denken bezahlt, also mache ich mich an die Arbeit.
Nach einiger Zeit präsentiere ich ihm einen Entwurf, der meiner Meinung nach noch erträglich aussieht und doch auffällig genug ist. Dieser wird allerdings mit der Bemerkung abgeschmettert, er sei bei weitem noch nicht "plakativ" genug.
Und dann habe ich endlich mal ein Experiment gewagt, dass ich schon seit langem einmal versuchen wollte: Ich habe so ziemlich alle gestaltungetechnischen Regeln, die mir in der Schule eingebläut wurden, mit voller Absicht gebrochen und so eine Anzeige hergestellt, die mir den Würgereiz den Hals hochkriechen lässt.
Siehe hier.
Der Ausgang des Experiments hätte mir eigentlich auch schon von vorneherein klar sein können: Mein Chef war ausser sich vor Begeisterung. Ich entschied mich, mal seine Grenzen auszutesten, indem ich den wunderhübschen Daumen einsetzte, der sich im unteren Drittel der Anzeige bewundern lässt, eine dermassen unästhetische Sinnesvergewaltigung, dass mir normalerweise bei der blossen Idee die Schamesröte ins Gesicht steigen würde.
Doch statt mich zu feuern, schlug mein Brötchengeber lediglich vor, ich solle den Text in dem roten Balken (den mit den Farben und Größen) lieber in Schwarz auf Rot statt in Weiß auf Rot machen, weil man das besser lesen kann.

Und wenn das alles noch nicht genug war, um einen erwachsenen Mann zum Weinen zu bringen, dann auf jeden Fall das Experiment Nummer 2: Ich zeigte einem Kollegen die Anzeige und fragte ihn nach seiner Meinung.

"Ganz nett", sagte er.

Ich glaube, ich wechsel den Beruf. Hab gehört, sie suchen noch Fließbandarbeiter bei Ford.

Die Frage, die aus der ganzen Situation erwächst, lautet: Gibt es überhaupt ein Verlangen nach ästhetisch gestalteten Produkten? In meinem Umfeld gibt es ja noch den ein oder anderen Grafiker, und dass wir unsere Umgebung mit anderen (vielleicht gar geschulteren) Augen sehen, ist auch verständlich. Der Beruf färbt schon auf das tägliche Leben ab, ist ja ein ganz normaler Prozess.
Und ich weiss, von mir und von anderen, dass Leute, die gut von schlecht gestalteten Objekten unterscheiden können, auch höhere Ansprüche an das Aussehen von, sagen wir, einer Zeitung stellen.
Aber Lischen Müller eben nicht. Der Großteil der deutschen Bevölkerung würd einen schlecht gestalteten Katalog nicht erkennen, wenn man's mit Edding draufschreibt.
Wozu also typografisch oder gestalterisch hochwertige Erzeugnisse abliefern?
Um anderen Grafikern zu gefallen?
Vielleicht einfach, da man mit der Zeit einfach einen gewissen Anspruch an seine eigene Arbeit liefert.

Aber deprimierend ist es dennoch, wenn Leute einen solch zusammengeschusterten Müll nicht als die dahingerotzte Scheiße erkennen, die es ist, und es statt dessen mit "ganz nett" titulieren.

Mittwoch, Juni 08, 2005

Bein aus Flugzeug mitten im Garten gelandet

Und jetzt seh ich dich erbleichen weile...
In meinem Garten regnet's Leichenteile...

Bein aus Flugzeug mitten im Garten gelandet

Dienstag, Juni 07, 2005

Die Brause ist nicht zu Hause.

Da spielt man ahnungslos Guild Wars und plötzlich klingelt das Telefon, und dann bekommt man sowas um die Ohren gehauen...
So wie's aussieht, werde ich von Mittwoch bis Samstag bei meiner Freundin wohnen.
Das Interessante daran: Weder sie noch ich wussten bis gerade davon.
Ihre Mutter fährt mit ihrer Schwester nach Italien, um das Abi gebührend zu zelebrieren, was wir dazu nutzen werden, uns selbst gebührend zu zelebrieren.
Werde morgen (also Mittwoch) noch kurz zu Hause vorbeischauen, Sachen zusammensuchen und dann auf und davon sein (immer noch erreichbar auf'm Handy oder unter der Nummer der Arbeit).
Wenigstens hat ihre Mutter uns mit allen nötigen Informationen versorgt:
  • Wir haben genug zu Essen für die nächste Eiszeit.
  • Wir sollen jeden Arbeit pünktlich schlafen gehen.
  • Wir werden ab und zu von ihrem Vater angerufen und haben notfalls auch die Adresse und Telefonnummer aus Rom.
  • Wir wissen, wie wir im Notfall an die Lebensversicherung der Mutter kommen (sic!).
  • Wir wurden angewiesen, nicht in einem Bett zu schlafen, sondern zusammen auf der Couch im Wohnzimmer, diese ist nämlich breiter. Damit wir auch ausgeschlafen sind und so.
  • Uns wurde der Ratschlag gegeben, falls wir zusammen duschen wollten, dies nicht bei Licht, sondern bei Kerzenschein zu tun (Romantik!). Das ist kein Scherz.
Jedenfalls freue ich mich. Falls ihr mich sucht, ich habe die Lebensversicherung ihrer Mutter geklaut und mich nach Schweden abgesetzt, da sind die Kerzen billiger.

Montag, Juni 06, 2005

Leget Zeugnis ab...

...von der uneingeschränkten Schönheit meiner GuildWars-Charaktere Edin und Illiya:

Image hosted by Photobucket.com
Image hosted by Photobucket.com

Vielen Dank.

Ausziehen! Ausziehen!

Tja, die Brause zieht um.
Da ich mir schon seit langem vorgenommen hab, die Seite mal von Grund auf zu überholen und ein paar der alten Funktionen zu tilgen, die ich sowieso nicht mehr benutze, werde ich die alte Brause so lange auf Eis legen und ihr müsst euch mit diesem Blog hier begnügen.
Sieht ja nun auch nicht fürchterlich schlecht aus.
Sobald ich dann also die Zeit für ein wunderbar hübsches Re-Design gefunden habe (also so ungefähr in fünf Jahren, harr, harr), wird die Brause in neuem Glanz erstrahlen.
Solange müsst ihr euch aber hiermit begnügen.